Handwerk

Wichtigstes Werkzeug des Trockenmaurers ist das Auge und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Die Steine sollen mit möglichst wenig Bearbeitung zu einem Mauerwerk gefügt werden. Deshalb muss jeweils der passende Stein gesucht werden, der in die Lücke oder auf die darunterliegenden Steine passt. Der Trockenmauerer arbeitet üblicherweise mit dem lokal vorkommenden Gestein. Er versucht, die Charakteristik des Gesteins und der lokalen Mauerbilder zu respektieren.
Trockenmauern ist Schwerarbeit. Während einem Tag bewegt ein Trockenmaurer zwischen 3 - 4 Tonnen Steine. Ein gesunder Rücken und Ausdauer sind Voraussetzungen für die Ausübung des Trockenmaurer-Handwerks. Obwohl die Steinbearbeitung beim  Trockenmauern möglichst gering sein soll müssen die Steine zum Teil bearbeitet werden. Diese Bearbeitunge erfolgt, um Stoss- und Lagerfugen optimal ausbilden zu können. Stabile Auflager und geschlossene Stossfugen erhöhen die Stabilität des Mauerwerks und senken den Unterhaltsaufwand. Für die Bearbeitung der Steine benötigt der Trockenmaurer Steinmetzwerkzeuge: den Fäustel, den Setzermeissel, den Prellermeissel. Bei gewissen Gesteinen kann auch ein Zahneisen eingesetzt werden. In dieser Hinsicht ist die  Tätigkeit des Trockenmaurers mit den fünf steinverarbeitende Berufe verwandt, welche in der Schweiz ausgebildet werden (Steinhauer/in, Steinmetz/in, Steinbildhauer/in, Steinwerker/in, Pflästerer/in). Wie diese, muss der Trockenmaurer die Gesteine, die Werkzeuge kennen und wissen wie man die Werkzeuge einsetzt, um das gewünschte Resultat zu erreichen. Je nach Gestein und  Baustelle müssen auch Maschinen eingesetzt werden. Zum Spalten von grossen Steinen werden Löcher gebohrt und die Steine mit Spaltkeilen gespalten. Schwere Steine werden mit Bagger oder Hebezeugen versetzt. Transporte erfolgen mit den verschiedensten Hilfsmitteln.
(Ev. Kennt ästh. und ökol. Vorzüge TM, beherrscht umweltgerechtes Baustellenmanagement, etc)